Bewegung im Alter

Wissenschaftliche Studien belegen deutlich, dass ab dem 70. Lebensjahr jede(r) Zweite Einschränkungen im Bewegungsapparat aufweist. Bewegungseinschränkungen und die Verringerung der aktiven Mobilität bedeuten eine Abwärtsspirale. In zahlreichen evidenzbasierten Studien wurde gezeigt, dass zeitnah um den Beginn von Bewegungs- und Mobilitätseinschränkungen eine deutliche Zunahme von Mehrfacherkrankungen und sozialer Zurückgezogenheit einhergeht. Die subjektive wie objektive Lebensqualität verschlechtert sich deutlich. Ein bewegungsarmer Lebensstil wirkt sich unter anderem negativ auf das Herz-Kreislaufsystem, den Bewegungsapparat und die Atmung aus.

Andere Studien belegen hingegen, dass aktive Mobilität von älteren Menschen unmittelbar das Selbstwertgefühl, die Identität und vor allem die Selbständigkeit von älteren Menschen beeinflusst, und somit auch ihre soziale Teilhabe und Integration fördert. Weiters wird die Eintrittswahrscheinlichkeit einer Altersdepression durch eine intakte aktive Mobilität verringert.
Bewegung in Form von zu Fuß gehen und Fahrradfahren fördert die Gesundheit, verlängert die durchschnittliche Lebensdauer um bis zu 8 Jahre und verringert auch das Sturzrisiko. Trainingseffekte zur Aufrechterhaltung der bewegungsaktiven Muskulatur und lassen sich bis ins hohe Alter nachweisen.